09.02.2016



   

 Roco Re 4/4 IV


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Digitalisierung einer Roco Re 4/4 IV

Die Mehrzweckloks Re 4/4 IV, von der nur vier Stück gebaut wurden, wurden ursprünglich für die SBB hergestellt. Dort sollten sie als Lok 2000 auftreten, wofür verschiedene Lackierungsvarianten "ausprobiert" wurden. Glücklich wurden die SBB mit den Thyristor-Loks jedoch nie, weshalb die vier Exoten im Tausch gegen vier Re 4/4 III der SOB übergeben wurden, wo sie sich nun einer grossen Beliebtheit erfreuen. Die SOB nutzt diese Maschinen intensiv als Werbeloks, bekannte Beispiele sind der Märklin Metallbaukasten, die Swisscom, das Seedamm Center oder die Tesa-Lok. So sind die vier Loks in sehr vielen unterschiedlichen Lackierungsvarianten auch als Modell erschienen.

In diesem Beitrag wird eine Re 4/4 IV von Roco, die 14178 A, digitalisiert. Da die Lok - wie bei Roco üblich - bereits einen DC-Motor besitzt, ist ein Umbau denkbar einfach. Trotzdem gilt es, einige Punkte zu berücksichtigen.

Diese Lok wird digitalisiert. Dabei kommt ein LokPilot V3 zum Einsatz.

Als erstes wird - wie immer - die Lok gründlich überprüft um sicherzustellen, dass sie in der analogen Betriebsart einwandfrei läuft. Denn jetzt sind Fehler im Fahrverhalten einfacher zuzuordnen. Ist die Lok einmal mit dem Decoder versehen, können Fahrfehler wie Ruckeln nicht mehr so einfach der Ursache zugeordnet werden. Liegt es an der Mechanik? Oder doch an einer Decoder-Einstellung?

Ist die Lok getestet, suchen wir uns einen geeigneten Einbauort für den Decoder. Hier kommt der Platz, welcher von der Umschaltelektronik benutzt wird, wie gerufen.

Die geöffnete Lok. Links sieht man gut die Umschaltelektronik mit dem Relais. Diese wird entfernt, die Litzen abgelötet.
Unten im Bild der LokPilot v3.

Damit der Decoder im Betrieb nicht umher "fliegt", muss er befestigt werden. Dazu habe ich aus einem Stück Leiterplattenmaterial eine passende Unterlage gesägt. Karton oder ähnliches tut's auch, der Aufwand dafür ist aber auch nicht kleiner.

Anschluss der Lampen

Auf der bestehenden Leiterplatte ist der gemeinsame Lampenanschluss mit einem der Motoranschlüsse verbunden. Diese Verbindung muss getrennt werden. Gut geeignet dazu ist eine Dreikant-Nadelfeile. Die beiden Dioden, welche analog für die Umschaltung der Lampen mit der Fahrtrichtung sorgen, werden digital nicht benötigt. Auch diese müssen entfernt werden.

Eine kleine Kerbe reicht aus (Pfeil), um die Verbindung zuverlässig zu trennen. Soll die Lok später wieder auf analog zurück gebaut werden, kann hier einfach ein Lötpunkt gesetzt werden.

Nun wird der Decoder eingesetzt und dessen Anschlüsse direkt an die entsprechenden Stellen der Leiterplatte verlötet. Zu beachten ist, dass das Gehäuse der Lok mit dem Schleifer verbunden ist (Decoder rote Litze) und nicht, wie beispielsweise bei Märklin Lok gewohnt, mit den Rädern.

Hier habe ich die Anschlussstellen farblich mit den Litzenfarben hervor gehoben (Punkte). Die Dioden werden entfernt (rote X)
Schön zu sehen ist der Decoder, welcher mit einem kleinen Stück Montageband auf dem oben erwähnten Leiterplattenstück geklebt wurde.
Mit dieser Methode ist für Wartungszwecke  die Mechanik der Lok nach wie vor gut zugänglich.

 

Fazit

Ein sehr einfacher Umbau, bei dem eigentlich nichts schief gehen kann. Kleinere Schwierigkeiten gab es bei der Einstellung der CV-Werte des Decoders. Hier konnten anfangs keine geeigneten Werte gefunden werden, bei welchen die Lok gleichmässig von Stufe 1 bis zur Höchstgeschwindigkeit beschleunigte. Erst nachdem parallel zu Motor ein Keramikkondensator mit 4.7nF (blaues Bauteil im oberen Bild) eingelötet wurde, verbesserte sich das Fahrverhalten merklich. Vermutlich haben Störungen, verursacht durch den Kollektor, die Lastregelung negativ beeinflusst.

Vielleicht die schönste Ansicht der Lok ist seitlich von vorne.

 

     

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Letzte Änderung:

12.08.2007
09.02.2016

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