19.02.2016



   

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Umbau einer kleinen Tenderlok (ws)

Diese kleine Länderbahn-Tenderlok wurde in verschiedenen Ausführungen zahlreich auf den Markt gebracht. Ich selber habe zwei davon: eine als K.L.V.M. und eine Feldschlösschen Variante (3087.1)

Hier ist die "Feldschlösschen" Ausführung zu sehen.
Sie unterscheidet sich von der K.L.V.M. Variante lediglich durch das schwarze Feldschlösschen-Schild mit der goldenen Schrift sowie den eingesetzten Fenstern.
a3087-12-klein

Hinweis: KLVM steht für "Kleine Lok von Märklin".

Diese Lok besitzt einen Scheibenkollektormotor (SFCM). Ein Umbausatz von Märklin wird 2003 verfügbar sein, Artikel 60903. Zur Zeit des Umbaus, im Dezember 2002, musste also ein anderer Weg gesucht werden.

Ich habe mich beim ersten Umbau für den Decoder LD-W-2 vom TAMS entschieden. Dieser hat Anschlüsse für die Feldspulen und kann daher ohne Motorumbau verwendet werden.

Zuerst werden die Anschlüsse des Fahrtrichtungsumschalters abgelötet und dieser entfernt. Unterhalb des Fahrtrichtungsumschalters befindet sich ein kleines Loch zur mittleren Achse hin. Darin sitzt eine kleine Druckfeder. Diese stellt die Masseverbindung zu den Rädern dar. Damit dies auch weiterhin geschieht habe ich aus flach gepresstem Kupferdraht (Schraubstock) ein Kontaktstück hergestellt. Dieses längliche Teil bekommt ein 2.1mm Loch dort, wo sich das Gewinde für die Befestigungsschraube des Fahrtrichtungsumschalters befindet und wird mit einer M2x4mm Schraube innen festgeschraubt.

Die Lokadresse wird bei diesem Decoder über die Control Unit programmiert. Dazu muss eine Lampe (vordere Fahrtlampe) vorhanden sein, um den Zustand während der Programmierung festzustellen. Dies kann man natürlich temporär machen und nach der Programmierung wieder entfernen. Will man allerdings später  noch Anpassungen vornehmen, muss dann dieser Vorgang wiederholt werden. Ich habe mich deshalb entschlossen, zwei gelbe LEDs als Fahrtlampen fest einzubauen. Mit 3mm LEDs ist dies kein Problem. Einfach ein 3mm Loch in das Plastikgehäuse bohren und die LED von innen hineinstecken. Die LEDs werden in Serie geschaltet, davor wird ein Widerstand als Strombegrenzung angelötet. Meistens haben die LEDs einen Nennstrom von etwa 20mA, ein Widerstand von 820 Ohm ist dafür ideal.

Hier sieht man deutlich die LEDs im Gehäuse. Die Anschlüsse werden mit Schrumpfschlauch gegen Kurzschlüsse geschützt.
Der Decoder wird lose in ein Stück gefalteter Pappe (Tonkarton) gesteckt. Dies hat sich besser bewährt als Isolierband o.ä.
Als Spielerei ist der Einbau eines roten Glühbirnchens im Führerstand zu sehen. Dieses kann mit F2 ein- und ausgeschaltet werden und simuliert das Kesselglühen.

Nach dem Umbau läuft die Lok ruhiger als im analogen Betrieb. Die zwei Lampen tragen ebenfalls zur Erhöhung des Spielspasses bei.

Der erste Test zeigt deutlich, dass der Motor eine recht hohe Spannung braucht, um anzulaufen. Der Decoder wird also entsprechend programmiert, also ein hoher Startwert für die Anfangsgeschwindigkeit. Auch die mittlere Geschwindigkeit wird angepasst. Nach diesen Änderungen und Eingabe der gewünschte Lokadresse läuft die Lok tadellos.

Ein weiteres Modell des 3087er habe ich mit dem günstigeren LD-W-1 Decoder umgebaut. Bei diesem Modell der Lok, welche ich für den Delta-Betrieb vorgesehen habe, wurde auf die Fahrlampen verzichtet. Der Decoder wird ohnehin durch Lötbrücken auf die gewünschte Adresse eingestellt, ich habe die Adresse 78 gewählt, damit die Lok mit dem Delta Control in der Position "Dampflok" (1) läuft. Weitere Einstellungen sind nicht nötig.

Auch diese Lok läuft nach dem Umbau besser als vorher. Ein analoger Betrieb ist jedoch mit diesem Decoder nicht möglich.

Und so sieht der ganze Feldschlösschen Zug aus

ch3087-1

     

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Letzte Änderung:

  5.12.2003
19.02.2016

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