25.08.2019



   

 Märklin BR 141


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Umbau einer BR 141 von analog auf digital HLA (Hochleistungsantrieb)

Meine Lok mit der Märklin Nummer 3034.3 ist schon über 25 Jahre alt und hat einige Kilometer hinter sich. Entsprechend bespielt sieht sie aus. Nach einigen Unfällen ist da und dort auch schon der Lack ab.

Trotzdem habe ich mich entschlossen, die Lok auf digital umzurüsten. Die Lok besitzt ein Motor mit Trommelkollektor. Für den Umbau auf Digitalbetrieb eignet sich somit am besten das Hochleistungs-Antriebsset von Märklin, 60901. Dieses besteht aus dem Decoder, einem Stator mit Permanentmagnet, einem 5-Stern Rotor und dem Motorschild. Zur Funkentstörung liegen noch zwei Drosseln bei (sehen aus wie Widerstände). Ein kleiner Schraubenzieher zum einstellen der beiden Trimmer (Anfahr-/Bremsverzögerung und Höchstgeschwindigkeit) komplettiert das Set.

Das Hochleistungsantriebsset... ...mit dem Decoder.

Der Einbau ist völlig unproblematisch. Als Erstes werden die Litzen am Fahrtrichtungsumschalter abgelötet und dieser entfernt. Anschliessend entfernt man die Bürsten des Motors und die beiden Schrauben des Motorschildes. Dieser lässt sich nun ebenfalls entfernen. Der Rotor kann vorsichtig herausgezogen werden. Der Stator mit der Feldspule wird ebenfalls entfernt.

Jetzt ist der Zeitpunkt günstig, das Getriebe zu reinigen. Ich verwende dazu ein in Wundbenzin leicht getränktes, fusselfreies Tuch. Vor allem die Seiten der Zahnräder sollten gründlich von Öl und Abrieb befreit werden. Danach kann man die Achsen und die Zähne der Zahnräder leicht ölen. Dazu nehme ich den Öler von Fleischmann, da mit diesem ein exakte Dosierung durch das feine Röhrchen möglich ist. Auf keinen Fall sollte man die Seiten der Zahnräder ölen - die Lok läuft sonst nicht sauber, zum Teil "pfeift" oder "knarrt" sie dann auch.

Nachdem man die Lok auf ein Gleis gestellt und den leichten Gang bewundert hat, wird der Motor in umgekehrter Reihenfolge mit den neuen Teilen zusammengebaut. Die Achsen des Rotors werden vorher sauber geölt oder gefettet.

Der Decoder findet seinen Platz dort, wo vorher der Fahrtrichtungsumschalter war. Die Verdrahtung wird mit einem Lötkolben mit feiner, sauberer Spitze vorgenommen. Am besten eignen sich Niedervolt-Lötkolben oder Lötstationen. Die Verdrahtung ist bei dieser Lok wenig aufwendig, da sie ausser dem Licht keine weiteren Funktionen besitzt. In der Anleitung ist die Verdrahtung genau beschrieben. Die Drosseln werden direkt am Motorschild angelötet, wobei die Drahtenden vorher zu kürzen sind. Ein kurzes Stück Schrumpfschlauch (2 kurze Stücke werden mitgeliefert) werden über die Lötstellen der Drosseln zu den Litzen geschoben. Dazu müssen diese Stücke natürlich vor dem Löten auf die Litzen geschoben werden. Die freien Drahtenden vom Decoder werden alle einzeln, am Besten mit Schrumpfschlauch isoliert, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

Werden die Lämpchen wie in der Anleitung beschrieben angeschlossen, flackern sie im Betrieb unschön. Dies kommt daher, dass die Rückleitung der beiden Lämpchen mit Masse verbunden ist und die Lampen dadurch nur mit einer Halbwelle betrieben werden. Ich habe das Problem so gelöst, das ich die Lämpchen entfernte und in den Lampensockel (Bajonett) eine Transistor-Distanzscheibe mit der Flachzange eingepresst habe. Das sind kleine runde Kunststoffscheiben mit vier Löcher, sie werden normalerweise verwendet um Transistoren von der Platine zu distanzieren. Anschliessend habe ich 19 Volt Birnchen mit Drahtenden durchgesteckt. Jetzt sind die Lämpchen gegen Masse isoliert und man kann die Rückleitungen an der orangen Litze des Decoders anschliessen - das Flackern ist weg!

Die Lok vor dem Umbau. Die zwei Dioden, ganz rechts im Bild, stammen noch von einem früheren Umbau auf Puls/Pausen Modulation (DC). Der Fahrtrichtungsumschalter hatte schon keine Funktion mehr.

 

Die BR 141 nach dem Umbau. 
Deutlich ist der Permanentmagnet des neuen Stators zu sehen. Die Litzen um den Motor werden am besten mit Bindfaden festgehalten. Dabei auf ausreichende Beweglichkeit des Drehgestells achten.

Die BR 141 hier auf einer ersten Probefahrt.
Unglaublich sanft ist das Fahrverhalten
 selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten.
(Was macht der schwarze Hengst auf dem Bahnsteig?!?)

Fazit

Es ist schon unglaublich, wie eine alte Lok nach so einer Revision ruhig und gleichmässig läuft!

     

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Letzte Änderung:

15.02.2002
25.08.2019

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