22.10.2019



   

 Märklin Ae 6/6 3636


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Modernisierung einer Märklin Ae 6/6

Die Ae 6/6 ist eine der bekanntesten Loks der Schweiz. Sie wird im Volksmund auch Gotthardlok genannt, aufgrund ihres einen Einsatzgebietes. 25 dieser Loks wurden als Kantonslok mit den Wappen der Kantone beschriftet und mit Chromzierleisten versehen. Eine dieser Loks wird hier als Märklin Modell mit neuem Motor und Decoder umgerüstet.

Zweifellos eine der bekanntesten und schönsten Loks der Schweiz: die Ae 6/6

Das Märklin Modell mit der Artikelnummer 3636 stellt die Kantonslok Genf dar und ist mit einem dreipoligen Allstrommotor ausgerüstet. Als Decoder wurde ein c80 eingebaut. Beides entspricht schon längst nicht mehr dem Stand der Technik. Hier wird nun aufgezeigt, wie diese schöne Lok modernisiert werden kann.

Motorumbau

Für beste Fahreigenschaften und Lastregelung wird der Motor umgebaut. Dabei kommt der Märklin Umbausatz 60941 zum Einsatz.

Der Umbausatz von Märklin mit der Artikelnummer 60941 beinhaltet alle notwendigen Teile für einen Motorumbau:
5-poliger Rotor, Stator mit Permanentmagnet, Motorschild, zwei Drosseln und Kohlebürsten.
Der Umbausatz eignet sich für Loks mit Trommelkollektor.
 

So stellt sich das Innenleben dar.
Links der Motor mit Feldspule. In der Mitte befindet sich eine Leiterplatte für den Lichtwechsel. Rechts im Bild ist der c80 Decoder zu sehen.

 

Hier nochmal der Motor. Dieser wird mit dem Drehgestell ausgebaut und umgerüstet.

Zuerst werden die drei Litzen blau, grün und schwarz abgelötet.
Der Schienenräumer wird ausgeklippst.
Danach wird die einzelne Schraube bei der Kupplung entfernt und die Drehgestellblende abgenommen.
Das Drehgestell kann nun als komplette Einheit nach unten heraus genommen werden.
Und so präsentiert sich das Drehgestell mit dem alten Motor und Feldspule.
Der Motor wird zerlegt, indem die beiden Schrauben am Motorschild heraus geschraubt werden. Alle Motorenteile - Feldspule, Rotor, Motorschild und Kohlebürsten werden entfernt. Diese werden nicht mehr benötigt. Die beiden Schrauben hingegen werden für den neuen Motor weiter verwendet.
Jetzt ist eine günstige Gelegenheit,  die Zahnräder mit einem fusselfreien Tuch zu reinigen. Anschliessend werden die Achsen mit ganz wenig Lok-Öl geschmiert.
Die neuen Motorenteile werden zusammengebaut. Die Achse des Rotors wird beidseitig mit einem Hauch Lok-Öl geschmiert. Das kleine Ritzel am Rotor wird an seinen 8 Zähnen mit wenig Lokfett geschmiert.
Die beiden mitgelieferten Drosseln dienen der Funkentstörung. Diese werden am Motorschild an den beiden Anschlüssen angelötet.

Jetzt wird der Motor getestet. Nachdem die neuen Kohlebürsten eingesetzt sind kann der Motor an einer Gleichstromquelle angeschlossen werden. Dazu eignet sich ein Gleichstrom-Fahrgerät am besten. Zur Not reicht auch eine 9V Blockbatterie. Der Motor muss ruhig und gleichmässig laufen.

Kommen wir jetzt zum elektrischen Umbau. Dabei werden nahezu alle Litzen und die gesamte Elektronik ersetzt.

Alles muss raus: die Lampen und beide Leiterplatten werden entfernt.
De Decoder ist in einer Kunststoff-Halterung montiert und kann einfach herausgenommen werden.
Darunter befindet sich eine kleine Schraube, welche entfernt wird.
Die Decoder-Halterung wird ebenfalls nicht mehr weiter verwendet und entfernt.

Stattdessen wird die neue Leiterplatte 8068 eingebaut. Diese Leiterplatte hat exakt dieselben Abmessungen wie die Lichtwechsel-Leiterplatte und wird mit dessen Schraube am gleichen Ort montiert.
 
Das Drehgestell ist wieder eingebaut und die ersten Litzen angelötet. Die Listenfarben entsprechen hier der NEM. Für eine Liste der Farben sehen Sie hier.
Anstelle der Glühlampen kommen hier die neuen Lichtmodule 8085 zum Einsatz. Diese haben weisse LED für den Schweizer Lichtwechsel sowie rote LED für die Schlussbeleuchtung.
Im Bild hier zwei Prototypen.
Die Verdrahtung ist sehr einfach.
Das Innenleben der Lok präsentiert sich nach diesem Umbau sehr aufgeräumt und sauber.
Jetzt wäre auch ausreichen Platz für einen Sounddecoder und Lautsprecher. Entsprechende Anschlüsse sind auf der Leiterplatte bereit vorhanden.

Das Fahrverhalten ist kaum wieder zu erkennen: Die Lok läuft sehr leise an und beschleunigt gleichmässig und ruhig.

Fazit

Der Umbau ist zwar nicht gerade billig. Man erhält aber danach eine topmoderne Lok mit einem Decoder seiner Wahl. Im Bild oben ist ein ESU Lokpilot 3 zu sehen. Es passen aber auch alle anderen, üblichen Decoder mit 21MTC Schnittstelle, also auch solche mit mfx und Sound.
Mit weissen und roten Rückleuchten ist auch aussen eine Veränderung sichtbar.
 

 

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Letzte Änderung:

21.10.2016
22.10.2019

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