05.09.2017



   

 Fleischmann V42


 Nach oben
 Motorumbauten
 Kugellager
 Flackerlicht beseitigen
 Märklin BR141
 Lima Triebwagen
 US Diesel
 Märklin 3087
 Märklin Dampflok
 Fleischmann V42
 Hornby Dampflok
 Re460 Delta
 Ae6/6 3050
 Brawa KÖF II
 Universal Lok
 Roco Be 4/6
 Märklin BR 24
 Märklin BR 03
 Delta, 5 Stern+ESU
 Märklin ICE3
 S3/6 LFCM-DC
 Restauration BR24
 Umbau mit 60760
 Roco C 5/6
 HAG Re 4/4
 Märklin Re 482
 HAG Re 6/6 mit DsM
 Märklin Ae 8/14
 Märklin Ae 4/4
 Märklin Klasse C
 Märklin BR75
 Weisse LED
 Roco Re 4/4 IV
 Hobbylok Sound
 BR 89 ESU Stator
 Rivarossi Em 3/3
 HAG Re 4/4 Swiss Express
 HAG Re 6/6 DC zu AC
 Piko Taurus
 Märklin Eb 3/5
 Licht bei Hobby-Loks
 

Umbau einer kleinen Rangierlok (GS)

Diese Lok habe ich ebenfalls bei ebay ersteigert. Der Zustand war recht gut. Diese Lok ist sehr klein und bietet daher wenig Platz zum einbauen eines Decoders.

Die V42 Lok, zerlegt in ihre Einzelteile: Gehäuse (aus Plastik), Motorschild, darunter der Permanentmagnet (-Ring). Daneben das Untergestell mit Getriebe und Anker (Rotor). die Kleinteile sind: Schrauben für das Motorschild sowie die Bürsten und die Kappen dazu.

Der Motor brauchte nur gereinigt und der Kollektor von Öl befreit zu werden, danach lief die Lok ruhig und selbst bei geringer Spannung ruckfrei. Die grosse Untersetzung des Getriebes trägt dazu bei.

Bei dieser Lok ergeben sich folgende Probleme beim Umbau auf AC Digital:

bulletFür einen Schleifer ist unterhalb der Lok kaum Platz
bulletFür den Decoder ist im Gehäuse kaum Platz
bulletDas Motorschild verbindet sowohl einer der Bürsten wie auch die Rotorachse mit Masse.
bulletUnd überhaupt, warum tue ich mir das an?

Die letzte Frage lässt sich am einfachsten beantworten: Weil es eine Herausforderung darstellt! Wenn diese Lok umgebaut werden kann, dann ist es wohl mit (fast) jeder Lok möglich.

Und hier meine Ansätze, um die übrigen Probleme zu lösen.

Motorschild: Dieses Problem lässt sich am einfachsten lösen. Das Motorschild ist nichts weiter als eine Kupfer kaschierte Platte (PCB). Die dünne Kupferschicht kann somit leicht weggefräst werden. Dies kann leicht mit einem kleinen Fräser und einer Handbohrmaschine erfolgen. Nachstehendes Bild zeigt, wo gefräst werden muss.

Der roten Linie entlang muss das Kupfer weggefräst werden. Dazu muss der Röhrchen-Kondensator entfernt werden. Dazu wird der Lötzinn mittels Lötzinnsauglitze entfernt und der Kondensator seitlich hinausgeschoben. Trotzdem ist der Zugang mit dem Fräser zwischen dem Rotorlager und dem Bürstenhalter (mit R, :-)  ), recht eng. hier kann evtl. mit einem Messer eine Bahn weggeschnitten werden.
Die offene Spule wird abgelötet (im Bild ist diese rechts zu sehen).

Decoder
Als Decoder habe ich den TAMS LD-G-1 gewählt. Dieser einfache Decoder für das Motorola®-Format ist für Gleichstrommotoren vorgesehen. Es ist klein genug um seitlich im Gehäuse Platz zu finden. Die Verdrahtung ist denkbar einfach: Von den Schienen führen zwei Verbindungen zum Decoder und von diesem wiederum zwei Verbindungen zum Motor. Das war's dann schon.

Und nun wieder zum Hauptproblem - dem Schleifer
Die Konstrukteure von Loks ohne Mittelleiter verwenden immer wieder den Platz unterhalb der Lok - zwischen den Rädern - für das Gehäuse bzw. das Getriebe. Der Platz ist ja auch frei. Es muss nur darauf geachtet werden, dass bei Weichen eine Schiene kreuzt. Niemals aber ist beim Zweileiter-System irgend etwas höher als die Schiene in der Mitte des Gleises.
Beim Mittelleiter-System ist dies jedoch entscheidend anders. Gerade bei der Weiche muss der Mittelleiter höher sein als die Schiene, da sonst kein Kontakt zum Schleifer möglich wäre. Aus optischen Gründen ist der Mittelleiter in anderen Bereichen wesentlich tiefer gelegt. Der Schleifer muss also zwingend einen relativ grossen Weg ausgleichen können, und trotzdem jederzeit einen sicheren Kontakt herstellen (dies ist übrigens einer der grössten technischen Nachteile des Mittelleiter-Systems).
Ich habe verschiedene Versuche gemacht mit selbstgebauten Schleifern. Die Grundidee war ein flexibler Schleifer aus Kupferfolie, auf einer Unterlage aus Schaumstoff geklebt. Die Folie kann sich den PuKos anpassen und so auch in schwierigen Fällen einen guten Kontakt gewährleisten. Das hat auch wunderbar funktioniert: die Lok lief absolut ruckfrei und geräuschlos, liess sich nahezu perfekt regulieren - bis zur ersten Weiche. Dort stellte sich gnadenlos heraus, dass selbst zusammengedrückter Schaumstoff noch zu dick ist um zwischen PuKos und Lok Platz zu finden. Man kann es drehen und wenden wie man will: Bei den Weichen bleiben nur gerade 1...1,5mm zwischen Lok und PuKos.

Die Lösung

Das Lokgehäuse lässt sich nur im zehntel Millimeter Bereich verkleinern. Es muss also ein dünnerer Schleifer her. Da dieser trotzdem noch den genannten Weg ausgleichen muss, ist eine Feder oder ähnliches unabdingbar. Da wären wir also wieder beim bekannten Märklin Schleifer. Dieser muss nun aber so lang sein, das die beiden Enden im zusammengepressten Zustand über das Lokgehäuse hinaus reichen. Um noch mehr Platz zu gewinnen, wird der Schleifer ohne die Pertinaxplatte montiert.
So geschehen kommt die Lok nun auch an den Weichen vorbei. Allerdings muss ich hier anmerken, dass die Lösung noch verbesserungswürdig ist.

     

Seite erstellt am:
Letzte Änderung:

  3.02.2002
05.09.2017

 Zurück |  Home |  Nach oben |  Weiter